Chronik

Geschichte des RKV – Solidarität Peißenberg e.V.

1902  – 2008

Der Rad- u. Kraftfahrerverein Solidarität Peißenberg e.V. blickt auf eine 106-jährige Tradition zurück. Die Ziele und Verdienste, dieses in der Vergangenheit gegründeten Vereins lagen darin, die Mobilität der Menschen und ihre Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und Sport herzustellen, sowie Kultur-, Politik- und Sport sinnvoll miteinander zu verbinden.

Nachdem 1896 die Gründung des Arbeiter-, Rad- und Kraftfahrerbundes in Offenbach erfolgte, wurden nachfolgend viele Ortsvereine gegründet, so auch 1902 der ARKB Solidarität Peißenberg. Neben den kulturellen und gesellschaftlichen Treffen wurden damals hauptsächlich gemeinsame Radausfahrten und im Sport das Radreigenfahren ausgeübt. Leider wurden 1933 alle Arbeitervereine von dem damaligen Naziregime verboten, so auch der ARKB Solidarität Peißenberg.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde jedoch bereits 1946 der Verein wieder zum Leben erweckt und

Mit neuen Aktivitäten und Sport wurde aus einem passiven Verein somit wieder ein aktiver Verein. Schon 1950 wurde aus dem Arbeiter-, Rad und Kraftfahrerverein der RKV – Rad und Kraftfahrerverein – Solidarität Peißenberg und es wurde Kunstradsport und Radball trainiert. Als Trainingsort stand der Saal im 1. Stock des Gasthauses „Zur Sonne“ zur Verfügung.

Auch wurden unter der Leitung von Herrn und Frau Fitzek ab 1953 viele Radausfahrten durchgeführt. Weiter kamen Einradfahrer und auch die Rollschuhfahrer mit ihrem Sport zur Soli Peißenberg.

In den 50er Jahren kamen viele Mitglieder zum RKV Solidarität Peißenberg um für ihre Mopeds den Führerschein und dazu gehörende Triptik und Karnet zu erwerben. Der benötigte Nachweis hierzu konnte bei der Soli Peißenberg erworben werden. Der Mitgliederzuwachs beim Verein war enorm, und betrug rund 360 Mitglieder. Weiter ging es mit dem Sport aufwärts, es kam unter der Leitung der Herrn Seebauer und Schilcher eine Kraftfahrergruppe hinzu, die regelmäßig Motorradtouren durchführte. Unter der Leitung von Zenzi Reichenbach brachten es die Rollkunstläufer zu beachtlichen Erfolgen. Als Dank für die guten Leistungen und die aktive Vereinsarbeit stellte die Marktgemeinde Peißenberg einen Platz an der Pestalozzistraße zur Verfügung, auf dem in aufopferungsvollem Einsatz mit vielen ehrenamtlichen Stunden von den Mitgliedern und der damaligen Vorstandschaft von Sepp Schilcher, ein Rollsportplatz  errichtet wurde. Dieser Platz stand seit 1966 von nun an den Rollkunstläufern zur freien Verfügung. Die Zeiten im Keller der Josef-Zerhoch-Schule waren vorbei. Als Trainer standen von nun an Karl Strasser und seine Frau den Sportlern zur Seite, und die Leistungen wurden mit Erfolgen bei den Bayerischen und Deutschen Meisterschaften belohnt. Dieser Rollsportplatz brachte damals Erfolge und es wurde bis 2006 auf dem Platz noch viel trainiert. Ebenso stand der Rollsportplatz in den vergangenen Jahren, während der Sommermonate einmal wöchentlich der allgemeinen Jugend kostenfrei  zum Discolauf unter Aufsicht zur Verfügung.

Eine weitere Sportart, nämlich das Kunstradfahren, konnte 1984 wieder aufgenommen werden, als der RKV Solidarität Peißenberg auch den Zugang zu den Turnhallen von der Marktgemeinde Peißenberg bekam.

24 Jahre lang wird nun bei der Soli Peißenberg auch regelmäßig Kunstradfahren und seit einigen Jahren Einrad trainiert und von Jungen und Mädchen mit Begeisterung ausgeübt.

 

Nun nach 106 Jahren Vereinsgeschichte, wie sieht es heute aus?

Die Rollsportgruppe entwickelte sich in den letzten 24 Jahren unter ihrer Trainerin Claudia Galm wieder so positiv, dass Peißenberger Rollsportler mit vielen 1. und 2. Plätzen von den Bayerischen Meisterschaften heimkommen und auch schon bei den Deutschen Meisterschaften mitlaufen. Das Kunstrad- und Einradfahren verläuft mit seiner jetzigen Trainerin Claudia Wiedemann ebenso erfolgreich, wird aber meist nur als Breitensport betrieben und vor allem zum Schaufahren bei Vereinen und Veranstaltungen aufgeführt.

Eine weitere Aufgabe ist seit vielen Jahren die Jugendarbeit mit der gesamten Vereinsjugend. Dazu haben wir eine eigene Jugendleitung. Diesen Posten erfüllt zur Zeit Brigitte Galm, die hervorragende Arbeit leistet. In Verbindung mit der Bezirksjugendleitung, der Landes- und Bundesjugendleitung nimmt die Jugend an vielen regionalen und überregionalen Veranstaltungen teil. Teilnahmen bei Bezirks- und Landesquiz, bei Zeltlagern, Seminaren und Tagungen, auch beim KJR (Kreisjugendring) sind selbstverständlich. Beim Internationalen Jugendlager in Deutschland mit bis zu 18 Nationen und ca. 450 Teilnehmern nimmt die Solijugend seit vielen Jahren regelmäßig teil und ist auch mit aktivem Einsatz dabei.

Besuche im Rollpalast oder Badefahrten werden von der Jugendleitung selbständig organisiert und durchgeführt. Erfreulich ist der Rückblick, dass in den vergangenen Jahren ungezählte Stunden von ehrenamtlichen Helfern für die aufgewendeten Aktivitäten zur Verfügung standen und den RKV Solidarität Peißenberg e.V. über all die Jahrzehnte hinweg so jung und dynamisch erhalten haben.